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  • Silvia Dober

Wenn Fell einschüchtert...

Seid gegrüßt,

heute stelle ich Euch einen neuen Mann in meinem Leben vor. Vielleicht kann sich der/die ein oder andere noch an Margot erinnern, die ich letztes Jahr im Franziskushof trainiert habe. Margot war wegen ihrer abrissbirnigen Art zu einem Langzeitgast geworden. Und so schön es im Franziskushof auch sein mag, so aufrichtig liebevoll und aufmerksam die Fürsorge ist, dennoch ist es kein Zuhause, keine eigene Familie. Nach gut sechs Monaten Training war Margot vermittelt. Und das beste...sie wohnt in meiner Umgebung und ich habe sie sogar wiedergesehen! Tja, wir sind beide durchgedreht vor Freude.

Nun ist da der Rico, ein Husky-Bub, der das Potenzial hat in Margots Fußstapfen zu treten. Es gibt ein paar Dinge, die es nicht so einfach mit der Vermittlung werden lassen könnten. Rico ist ein echt großer, drahtiger Vertreter seiner Rasse. Noch sprudeln ein paar Resthormone durch seine Leitungen, denn die Feuersteine wurden ihm frisch abmontiert.

Sein wunderschöne Maske...wird ihm mimisch ein wenig zum Verhängnis, wenn man selbst etwas unsicher ist, fühlt man sich durch Angucken gern mal ein wenig bedroht. Das nutzt er schamlos aus. Dazu die stahlblauen Augen und ein ziemlich aufgeblasenes Ego. An der Leine zieht er wie Sau und, wenn man als zweibeiniger Fleischklumpen nicht schnell genug ist, dann springt er volle Möhre und gibt auf den Hinterläufen Gas wie ein Dragster. Aber... Husky und ziehen...die Kombi dürfte bekannt sein.

Ich war nun zum zweiten Mal beim Galan der Herzen, denn das ist er. Wir haben ein paar Übung zu Impuls- und Frustrationskontrolle gemacht. Das klappte gut und als er den Ablauf drin hatte, versuchte er gleich ihn zu seinen Gunsten zu optimieren. Gesundes Verhalten, was nur zeigt: doof issa nich!

Wenn man ihn ein wenig triggert ist seine Übersprungshandlung laufen und sich in den Menschen reinömmeln. Ich saß mit ihm auf dem Boden und er bekam seinen Willen (Entenhappen ohne etwas dafür tun zu müssen) nicht. Erst wurde sich semibegeistert beschwert, huskytypisch in einem abstrakten Monolog, dann kaschierte er seine Unsicherheit in dem er einen Flachköpper auf meine Beine machte und sich danach in mir suhlte.

Ok, ich habe nichts dagegen, wenn sich mir ein Adonis mit Bergseeaugen an den Hals wirft. Aber ansatzweise vorher fragen wäre netter...nicht: Fahne rübbaaaa und dann für Deutschland...ihm fehlt halt noch ein bisserl die Etikette.

Rico ist sehr wach im Oberstübchen, interessiert und macht gerne mit. Er kuschelt, als ob sein Leben davon abhängt und labert einem beim Spielen nen Knopf an die Backe.

Ich bin gespannt, was wir zusammen erreichen, denn beim zweiten Besuch meinerseits war bei ihm deutlich Freude zu erkennen. Wie muss erst das Feuerwerk sein, wenn man sein Halter und Rico in seinem neuen Zuhause angekommen ist? Fragen entweder an den Franziskushof Kalletal (Tel, Mail,Facebook) oder an mich.

Nächsten Mittwoch habe ich wieder eine Verabredung mit dem jungen Herzensbrecher...mal gucken, was wir dann machen...




Silvia Dober

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