Suche
  • Silvia Dober

Der Hund wedelt mit der Rute, also freut er sich!


Wenn es mal so einfach wäre, ist es aber nicht.


Am Beispiel des Schnauzeleckens, kann man diverse Unterschiede ausmachen.


Hunde können über die Pfoten, die Zunge, den Fang und über die Nase die Temperatur des Körpers beeinflussen. Verdunstungskälte entsteht nach Befeuchtung, deswegen leckt sich das Tier über die Nase.


Oder es ist Müdigkeit, Schnuffi muss gähnen... danach lecken sich viele die Schnauze.


Gibt es etwas Leckeres, oder das Futter wird im Beisein bereitet, kurbelt das die Speichelproduktion an. Wenn es anfängt zu tropfen... leckt der Hund sich genüsslich die Schnauze.



Dieser Vorgang auch körpersprachliche Funktionen!


Der Hund warnt mit dem Lecken der Schnauze, wenn ihm etwas zuviel wird (im Schwitzkasten eines Kindes vielleicht, oder die Ansprache des Menschen ist einfach zu ruppig).

Innerartlich wird das Schnauzelecken als Beschwichtigungssignal verwendet, um eine Bedrohung abwenden zu können. Ebenso dient es der eigenen Beruhigung und als Anzeichen für Unsicherheit.


Bei allen Formen dieser Geste ist es jedoch klar, daß man ein geübtes Auge braucht, um sie wahrzunehmen. Die sekundenschnelle Bewegung muss zum Zeitpunkt des Geschehens in den richtigen Kontext (Umwelt, Status, Mimik, Körperhaltung, Beteiligte) gesetzt werden, um daraus den korrekten Schluss ziehen und seine Reaktion darauf anpassen zu können.


Kein Hund beisst ohne Vorwarnung... nur bringt die beste Warnung nichts, wenn man sie verpasst.






13 Ansichten

Mobil

0176 43821148

Email

info(at)tierpsychologie-dober.de

Öffnungszeiten

Termin nach Vereinbarung

Unternehmenssitz

32657 Lemgo

Fotos: Britta Y. Stricker

www.time-catcher.de

©2019 created by Silvia Dober